Bezirksreiterbund Oberhessen-Mitte
BezirksreiterbundOberhessen-Mitte

2019

Festhallenreitturnier Frankfurt 2019

Bericht von Petra Pickenhahn Gießener Allgemeine

Eine strahlende Siegerin im Viereck, rasante Gespanne und Teams aus dem ganzen Bundesland im Parcours. Der "Hessentag" in der vorweihnachtlich geschmückten Frankfurter Festhalle hat wieder einiges zu bieten.

Prächtig leuchten am Donnerstag die Sterne in der Kuppel der Festhalle lila und gold. Unten im zweigeteilten Viereck haben sich die ersten beiden Abteilungen des Reiterwettbewerbs zum Linsenhoff-Förderpreis eingefunden. Die Spannung ist zu greifen. Mit höchster Konzentration stellen die jugendlichen Reiter ihre Pferde und Ponys in den drei Grundgangarten Schritt, Trab und Galopp vor. Auch Luca-Sophie Freitag vom Reit- und Fahrverein Grünberg ist dabei - nominiert vom Bezirksreiterbund (BRB) Oberhessen Mitte für den Auftritt vor der atemberaubenden Kulisse des Festhallenreitturniers. Am Ende wird es die Siegerschleife für sie.

Gesattelt hat die junge Reiterin nicht ihr eigenes erst siebenjähriges Pony Tictac, sondern den mittelhessischen Publikumsliebling Farbenfroh - zur Verfügung gestellt von Familie Flemming aus Allendorf/Lda. Der 18-jährige Fuchs mit der auffälligen Scheckung zeigte in diesem Jahr bereits unter anderem beim Licher Dressur-Turnier sein Können und spielt nun auch unter Freitag seine Souveränität aus. Die beiden machen ihre Sache ausgezeichnet. Die Reiterin sitzt in aufrechter Haltung im Schwerpunkt, das Pferd geht taktrein und schwungvoll, steht dabei äußerst gehorsam an den Hilfen.

Nach dem Einzelgalopp auf beiden Händen kommt das Kommando: Aufmarschieren zur Siegerehrung. Die Gewinnerin mit der Traumnote von 9,0 heißt Luca-Sophie Freitag auf Farbenfroh. Unter dem Jubel des Publikums nimmt die Frankfurt-Novizin die goldene Schleife entgegen, das Paar führt die Ehrenrunde im Trab an.

Auf dem Programm des "Hessentags" stand auch ein rasanter Wettbewerb erfolgreicher Gespannfahrer. Bei der "Frankfurt Team Driving Competition" gingen Zwei- und Vierspänner in waghalsigem Tempo vor begeisterten Zuschauern auf die Reise durch einen Hindernisparcours. Es siegte der mehrfache deutsche Meister bei den Vierspännern Georg von Stein mit seinem Zweispänner-Kollegen Maxi Reith.

Die Stimmung erreichte einen weiteren Höhepunkt, als sich die Vereine mit ihren liebevoll inszenierten Schaunummern zur Applaus- und Jurywertung präsentierten. Die Nase vorn hatte am Ende das Connemara-Gestüt Kinzighausen mit seiner Interpretation des "Harry Potter"-Spiels "Quiddich".

Zu später Stunde wurde der Parcours für die Springreiter der Bezirks- und Kreisreiterbünde aufgebaut. 16 Teams mit jeweils drei Reitern stellten sich der Herausforderung in der L-, M- und S-Runde. Für Oberhessen Mitte gingen Till Schmidt (RFV Lich) mit Navaro im L-Springen, seine Vereinskollegin Kira Kirchgessner auf ihrer Stute Charity in Klasse M und als Schlussreiter Bundespolizist Alexander Kisselbach vom RV Am Pohlheimer Wald im Sattel von Wild Emotion an den Start.

Schmidt kassierte im ersten Umlauf acht Strafpunkte. In Klasse M musste Kirchgessner einen Abwurf und einen Zeitfehler hinnehmen. Auch Kisselbach war über der Zeit, zudem fiehlen bei ihm zweimal die Stangen. Rang elf stand in der Endabrechnung für Oberhessen Mitte zu Buche. Die Mannschaft vom Kreisreiterbund Wetterau mit Marietta Hildebrandt, Katja Schuster und Jasmin Marie Reis erreichte Treppchenplatz drei. Als einziges fehlerfreies Team gewann der KRB Schwalm-Eder.

Fotos: Constantin Zinn

2018

Glitter, Glanz und ein Wechselbad der Gefühle: Der »Hessentag« in der Frankfurter Festhalle hatte alles zu bieten, was das traditionelle Reitturnier zum Jahresabschluss ausmacht. Die heimischen Starter des Bezirksreiterbundes Oberhessen Mitte hielten am Donnerstag das mitfiebernde Publikum in der prallgefüllten »guten Stube« des Landes in Atem.

Nina-Sophie Ernst vom RSC Ruttershausen setzte einen Glanzpunkt mit ihrem Auftritt beim Preis der Dieter-Hofmann-Stiftung. Im Stilspringen der Klasse M** stellte sie sich mit ihrer erst siebenjährigen Stute Catniss der starken Konkurrenz. Mit seinem sicheren Ritt in schöner Manier sicherte sich das Paar mit einer Wertnote von 8,3 den sechsten Platz und verpasste damit um einen Wimpernschlag den Einzug in das Finale mit Pferdewechsel. Dennoch strahlte die 15-Jährige über ihren Erfolg, den sie ihrem kürzlich verstorbenen Großvater widmete: »Ich habe gewusst, er wäre total stolz gewesen.« Als jüngste platzierte Teilnehmerin erhielt die Kaderreiterin den Ehrenpreis der Stiftung Sporthilfe Hessen: eine Pferdedecke mit dem Festhallen-Logo.

Ihre Aufregung im Zaum hielten vor der beeindruckenden Kulisse auch die jungen Starter im Reiterwettbewerb beim Linsenhoff-Förderpreis. Auf zwei Zirkeln verteilt, präsentierten sie sich in den Grundgangarten Schritt, Trab und Galopp. Martha Faske vom RFV Allendorf/Lumda machte auf dem Fuchswallach Farbenfroh eine gute Figur und belegte in ihrer Abteilung mit einer Wertnote von 7,9 den dritten Rang.

Das Abendprogramm läuteten zum ersten Mal die hessischen Fahrer mit Ein- und Zweispännern ein. Mit ihren rasanten Kurven um die Hindernisse und prächtig herausgebrachten Vierbeinern, die sich richtig ins Zeug legten, begeisterten sie die Zuschauer. Nach dem Schauwettkampf der Vereine, bei dem die Applauswertung noch einmal Stimmung in die Halle brachte, folgte zum Finale des »Hessentags« das Mannschaftsspringen.

Für Oberhessen Mitte gingen als Erste Nina-Sophie Ernst und Catniss in den Parcours der Klasse L. Die beiden zeigten wieder einen sauberen Ritt, aber am letzten Sprung fiel eine Stange. Mit vier Fehlern ging das Team um Reiterbund-Vorsitzende Anne Roßbach in die M-Runde. Souverän und fehlerfrei absolvierten Ulrich Hensel (PSV Breitenhaide-Ortenberg) und Rashida ihre Aufgabe. Das Paar brachte den Bezirksreiterbund damit in aussichtsreiche Position auf Rang sechs hinter dem Kreisreiterbund Wetterau.

Erneut wurden die Hindernisse erhöht, diesmal auf das Niveau der Klasse S. Schlussreiter Alexander Ernst und Compassion hätten mit einer schnellen Nullrunde sogar noch einen Treppchenplatz für Oberhessen Mitte erreichen können. Doch es kam anders. Ein Fehler an einen Steilsprung im ersten Drittel des Parcours brachte das Paar aus dem Rhythmus. Vier Abwürfe insgesamt standen am Ende zu Buche, gleichbedeutend mit Platz 14 für den Bezirksreiterbund. Die Wetterauer kletterten noch auf den vierten Rang. Als einziges fehlerfreies Team siegte der Kreisreiterbund Wiesbaden-Main-Taunus.

Petra Pickenhahn

Im Mannschaftsspringen der KRB, ausgetragen in der Klasse M, belegte unsere gemischte Mannschaft einen hervorragenden dritten Platz! Es ritten v.l.n.r. Timo Wilhelm Weimer, Leon Bernhammer (beide BRB OHM) und Christoph Schmidt (KRB Wetterau)
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